Schwerpunktbereiche

Querschnittsthemen

Das angestrebte interdisziplinäre Forschungsvorhaben zielt darauf ab, Faktoren zu bestimmen, zu beschreiben und zu evaluieren, die es Individuen und Kollektiven unterschiedlicher Größe ermöglichen, Stresssituationen zu bewältigen bzw. resilient gegen sie zu sein. Im diachronen und synchronen sowie im inter- und intrakulturellen Vergleich werden im Rahmen des Projekts einerseits spezifische persönliche und/oder gesellschaftsinterne Stresssituationen (wie Tod, Krankheit, Krieg, Flucht, Verfolgung), andererseits spezifische interne und externe Resilienzfaktoren in den Blick genommen. Ziel ist es, herauszuarbeiten, 1) welche Faktoren in den genannten spezifischen Situationen eine besondere Wirksamkeit in ähnlichen und divergierenden kulturellen Kontexten entfalten, 2) ob und inwieweit sich für Individuen und Kollektive ähnliche Faktoren fassen lassen, 3) unter welchen Konditionen sich einzelne Faktoren herausgebildet und ggfs. verändert haben. Der Verbund strebt damit auch an, Einblicke in die kulturelle und zeitliche Gebundenheit von Resilienzfaktoren zu geben.

Mit dem interdisziplinären Kooperationsvorhaben soll zudem die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und Etablierung interdisziplinärer Resilienzforschung als Forschungsschwerpunkt zur Profilierung der Wissenschaftsregion gelegt werden. Mit einer gezielten Kommunikationsagenda zielt das Vorhaben auch darauf ab, die Potenziale der Zusammenarbeit deutlich zu machen, sowie die Wahrnehmung von Archäologie zu verändern. Der Zusammenschluss der Partnereinrichtungen bietet hierfür einen optimalen Rahmen.

Das Ziel der Projektgruppe ist die Erforschung von Standardisierung als aktives Coping zur Lösung von Herausforderungen, die durch zunehmende Mobilität, wachsende Verbundenheit von Menschen und intensivierte Kulturkontakte entstehen. Anhand von Fallbeispielen in unterschiedlichen Kulturräumen und Epochen möchten wir aus einer Longue Durée Perspektive Standardisierungsphänomene in unterschiedlichen Medien und Materialien untersuchen. Was war das Ziel der beobachteten Standardisierung und wer lenkte sie? Wie nachhaltig war die Standardisierung? Wie wurde sie technisch umgesetzt und in welchen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens spielte sie eine Rolle?

Fallbeispiele

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(Monarchische) Herrschaft ist mit zahlreichen, situativ unterschiedlich virulent wahrgenommenen Herausforderungen konfrontiert. Die einmalig auftretenden, periodisch wiederkehrenden oder dauerhaft gegebenen Herausforderungen können sowohl mit der Etablierung/Beibehaltung der Regierungsform als auch mit dynastischem oder individuellem Machterhalt verbunden sein. Gegenstand des Projektes sind die Wahrnehmung bzw. Konzeption bestimmter Formen von Herausforderung durch Herrscher(haus) und Hof, wie auch Strategien zu deren Bewältigung. Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Gestalt des (einzelnen) Herrschers, der durch einerseits typische, andererseits individuelle Züge zu einer konstruierten oder abstrahierten Figur wird, die je nach Bedarf unterschiedliche Zuschreibungen erfährt bzw. Rollen ausfüllt, und damit auch zu einer Projektionsfläche von verschiedenen Erwartungen, die seine Aktionsfähigkeit und damit seine Legitimierung stetig herausfordern.

Der biologische Tod ist eine der wenigen universalen Erfahrungen menschlicher Existenz und dennoch für die Lebenden ein nicht nachvollziehbares Ereignis. Gerade deshalb können der Tod, die Toten und das post mortem als zentrale Herausforderungen nicht nur für das Individuum, sondern auch für sozio-kulturelle Gemeinschaften angesehen werden. Die mit dem Tod eintretende Ambivalenz von Präsenz und Absenz des Toten und der mit ihm assoziierten Dinge sowie die Bedrohung durch die Wahrnehmung von Endlich- und Vergänglichkeit löst nicht selten Stress, Handlungs- und Reflexionsbedarf aus. Weil die Vorstellungen, die sich Menschen einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Region vom Tod machen, immer in Bezug stehen zu ihrem Lebensentwurf und -vollzug, ist der Tod ein Phänomen von genuin historischer und sozialer Relevanz. Die Kunst zu Sterben hängt somit eng mit der Kunst zu Leben zusammen. Denn im Angesicht des Todes wird nicht nur über Jenseitsvorstellungen oder Konzepte und Praktiken des idealen Sterbens nachgedacht, sondern auch über die Frage, was ein erfülltes Leben ausmacht. Der Tod und die Totenrituale dienen dabei nicht selten – auch im Zuge eines making memories – als Lebensbrevier und Ermahnung für die Hinterbliebenen. Mit ihnen verknüpft sind zudem oft Aussagen zu Identitäten des Toten und auch der Bestattungsgemeinschaft. Häufig dienen Totenrituale auch zur Machtlegitimation, aber auch zur Betonung oder Verschleierung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Viele Riten haben aber auch den Sinn, die Angst vor der Trennung und die Trauer besser zu bewältigen sowie die Furcht vor den Toten zu bekämpfen. Doch welche Resilienzfaktoren spielen dabei eine Rolle und welche Wechselwirkungen gibt es zu anderen Herausforderungen, Stress- und Krisenerfahrungen? Im Rahmen der Übergangsriten durchläuft nicht nur der Verstorbene, sondern auch die Gemeinschaft der Hinterbliebenen einen Umwandlungsprozess. Einst oft als konservativ und traditionsbezogen angesehen, wird heute das Transformationspotential, insbesondere während der liminalen Phase von Übergangsriten betont. Im interdisziplinären Austausch sollen daher Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie der Wandel der Konzeptionen und Wahrnehmung von sowie des Umgangs mit Tod und Leben vergleichend untersucht und damit auch ein erster altertumswissenschaftlicher Beitrag zu der sich international etablierten Thanatologie geleistet werden.